Kunst als

Spiegel der

Widersprüche

In meinen Arbeiten erzähle ich Geschichten durch Bilder. Ich möchte die Dinge sichtbar machen, die man nicht sofort sieht, und nutze dazu viele Symbole. Meine Bilder haben interessante Texturen und starke Formen.

Oft stelle ich alltägliche Gegenstände so zusammen, dass sie wie Stillleben wirken. Dabei frage ich mich, wie wir die Welt wahrnehmen oder ob sie die Realität so zeigt, wie sie ist.

In meiner Kunst finde ich Ausdruck für diese Konflikte. Ich benutze Pinsel, um Geschichten zu erzählen, und durch die Materialien eröffne ich eine visuelle Erzählung, die das Unsichtbare im Sichtbaren offenbart. Ein Bild von einer schönen, makellosen Tasse Kaffee wird zum Symbol deiner inneren Unruhe , einem Moment der Stille, während das Chaos um dich herum tobt. Es ist faszinierend, wie Schönheit oft aus dem Schmerz geboren wird und wie die dunkelsten Momente die tiefsten Einsichten hervorbringen.

Die Widersprüche sind nicht nur ein Teil von dir, sie sind auch die Brücke zu anderen. Durch das Akzeptieren und Darstellen dieser Komplexitäten schaffst du nicht nur ein tieferes Verständnis für dich selbst, sondern auch für die Welt um dich herum. Kunst wird zu einem Spiegel, der die Schönheit und Melancholie reflektiert, die in jedem von uns verborgen liegen. Und genau hier entstehen die grössten Fragen: Was definiert uns? Sind wir mehr als die Summe unserer Rollen und Erwartungen? 

Wenn ich male, denke ich oft darüber nach, dass Kunst nicht immer toll oder ideal sein muss. Manchmal funktioniert es, wenn ich einfache Motive oder lustige Ideen benutze. Vielleicht wirken meine Werke ein bisschen grob, aber das ist für mich in Ordnung. Es geht mir darum, Gefühle auszudrücken und den Betrachter zum Nachdenken anzuregen.

Ich finde es spannend, den Menschen zu zeigen, dass Kunst viele Gesichter haben kann. Sie muss nicht perfekt sein, um berührend oder bedeutungsvoll zu sein. Manchmal kann das Ungewöhnliche oder Unvollkommene das Schönste sein. Durch meine Arbeiten lade ich die Betrachter ein, auch die unkonventionellen Wege der Kunst zu schätzen und vielleicht eine neue Perspektive zu gewinnen.

Das Bespannen

von Leinwänden

ist ein

wesentlicher Schritt in der

Vorbereitung für das

Malen.

4 Quadratmeter

In meinem kleinen Raum, der kaum mehr als 4 Quadratmeter misst, entfaltet sich eine faszinierende Welt der Kreativität. Hier, in meinem Schlafzimmer, wo die Wände Geschichten flüstern, wird jeder Pinselstrich für mich zu einem Ausdruck der Freiheit. Es ist erstaunlich, wie ich in dieser bescheidenen Umgebung grosse Träume in noch grössere Werke verwandeln kann. Mit jedem Schlag meines Herzens, umgeben von dieser inspirierenden Energie, spüre ich, wie ich puste, frei in meine Farben eintauche. Für mich sind die Farbtöne nicht nur Farben; sie erzählen von Emotionen, Erinnerungen und tiefen Sehnsüchten. Der begrenzte Raum wird für mich nicht zum Hindernis, sondern zu einer inspirierenden Leinwand, die meiner Kreativität die Freiheit schenkt, zu fliegen. Während ich arbeite, entfaltet sich das Bild in meinem Kopf Stück für Stück. Die Grösse meines Schaffens steht in starkem Kontrast zu dieser kleinen Ecke meines Lebens, und ich fühle, wie ich eine Verbindung zwischen meiner Innenwelt und der Aussenwelt herstelle. Jeder Pinselstrich wird zu einem Dialog mit mir selbst. Mein Schlafzimmer ist mein Zufluchtsort und gleichzeitig meine Bühne. Es ist faszinierend, wie viel Kraft der Vorstellung und des Ausdrucks in einem so kleinen Raum verborgen sein kann. Ich nehme die Herausforderung an und lasse mich inspirieren, denn wahre Kreativität kennt keine Grenzen. In der Einfachheit meiner Umgebung finde ich oft die tiefsten Wahrheiten und die stärkste Schönheit. In meinem Schlafzimmer entsteht Grosses nicht trotz der Enge, sondern gerade dank ihr.

Meine Kunst ist ein Weg, diese Widersprüche zu verarbeiten und zu kommunizieren. Ich schätzte die Kraft der visuellen Erzählung, um komplexe Emotionen und Gedanken zu erfassen und zu zeigen.

Bewegung als Motor

Wenn ich male, dann mit dem ganzen Körper. Bewegung ist mein Motor, Rhythmus meine Spur. Ich trage die Farbe dick auf richtig dick Schicht um Schicht. Jede neue Lage kommt mit Wucht dazu, und in diesem Überfluss modelliere ich: Ich drücke, ziehe, schiebe, bis eine lebendige Haut entsteht, konkav und konvex, voller Relief und Atem.

Ich male grossformatig, weil ich Raum brauche. Kleine, zaghafte Gesten aus dem Handgelenk bremsen mich, ich male aus der Schulter, aus den Armen, im Schwung, im Takt. Die Leinwand steht vor mir wie ein Gegenüber, und ich antworte ihr mit grossen Bewegungen, körperlich, kompromisslos.

Darum greife ich bewusst zum zu grossen Pinsel. Er lässt mich nicht in Details versinken, er zwingt mich zum Wesentlichen, zum Mut. Das Material führt mich: Die Farbe türmt sich auf, fällt zurück, öffnet Täler, wirft Kämme und ich folge. So wächst ein Bild, nicht nur zweidimensional, sondern als Form, als Körper im Raum. Genau dort, in dieser Energie, passiert für mich Malerei.