Über den Künstler
Chrys Zumstein
Die Wirkung liegt nicht darin, dir eine Antwort zu geben. Sie liegt darin, dich zurück zu deinem eigenen inneren Kompass zu führen.
Für wen genau ist die Kunst gedacht?
Meine Kunst ist für Menschen, die nicht nur anschauen wollen, sondern spüren.
Für Menschen, die klar wirken, obwohl sie innerlich noch nachjustieren. Für Menschen, die Entscheidungen nicht nur richtig, sondern stimmig treffen wollen. Für Menschen, die gemerkt haben, dass ein gutes Argument nicht immer dasselbe ist wie innere Wahrheit.
Vielleicht kennst du diesen Zustand: Du kannst etwas erklären, aber nicht wirklich fühlen. Du weisst, was vernünftig wäre, aber dein Körper bleibt eng. Du hast nach aussen alles unter Kontrolle, aber innen entsteht Widerstand.
Wenn du dich darin wiedererkennst, ist meine Kunst für dich.
Sie ist kein lauter Ratschlag. Kein fertiger Satz. Keine schnelle Antwort.
Sie ist ein Raum.
Ein Raum, in dem du aufhören darfst, dich zu erklären. Ein Raum, in dem dein Körper wieder mitsprechen darf. Ein Raum, in dem Klarheit nicht hart sein muss, sondern ruhig, ehrlich und tief sein darf.
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«Ich entscheide nicht, um nach aussen stimmig zu wirken, ich entscheide, um mir selbst treu zu sein. Ein Atemzug ist kein Zögern, sondern mein Zugang zur Wahrheit.»
Inspiration
„Ich entscheide nicht, um nach aussen stimmig zu wirken, ich entscheide, um mir selbst treu zu sein. Ein Atemzug ist kein Zögern, sondern mein Zugang zur Wahrheit.“
Dieser Gedanke ist ein zentraler Antrieb meiner Kunst.
Mich inspiriert der Moment, in dem ein Mensch innehält. Der Moment, bevor eine Entscheidung nach aussen sichtbar wird und innen noch etwas nach Wahrheit sucht. Genau dort entsteht Spannung. Dort treffen Vernunft, Körpergefühl, Erwartungen und Werte aufeinander.
Meine Kunst beginnt in diesen inneren Widersprüchen.
In dem Gefühl, etwas erklären zu können, aber nicht wirklich zu fühlen. In dem leisen Ziehen im Bauch. In der Frage: Handle ich gerade aus Klarheit oder aus Anpassung?
Ich erschaffe Werke, die diesen stillen Zwischenraum sichtbar machen. Nicht, um schnelle Antworten zu geben, sondern um einen Raum zu öffnen, in dem wieder gespürt werden darf.
Der innere Antrieb meiner Arbeit ist der Wunsch, Menschen an ihre eigene Stimmigkeit zu erinnern. An die Ruhe, die entsteht, wenn eine Entscheidung nicht nur logisch ist, sondern sich im Körper richtig anfühlt.
Ein Teil will frei sein, ein anderer will sicher bleiben. Ein Teil will sichtbar werden, ein anderer schützt sich. Ein Teil kennt die Wahrheit, während ein anderer versucht, alles kontrollierbar zu machen.
Gestaltung
Meine Kunst bewegt sich zwischen Struktur und Offenheit.
Klare Motive geben den Werken Halt: Tiere, Kronen, Sockel, Käfige oder Glasformen. Sie wirken wie innere Anker, sichtbar, stark und direkt.
Darum herum entstehen rohe, vielschichtige Bildräume. Dunkle Flächen, Kratzer, Übermalungen, Farbspritzer und offene Spuren schaffen Spannung und Tiefe. Nichts ist glatt. Alles trägt Bewegung.
Die Farben verstärken diese Wirkung:
Leuchtendes Gelb bringt Energie und Präsenz. Rot setzt emotionale Akzente. Dunkle Hintergründe machen das Innere noch sichtbarer.
So entsteht eine Balance zwischen Kontrolle und Loslassen, zwischen Klarheit und Unruhe, zwischen Schönheit und Widerspruch.
Meine Werke öffnen Räume, in denen Spannung sichtbar werden darf und gerade dadurch Ruhe entstehen kann. Reduktion gibt Halt. Schichtung schafft Tiefe. Offenheit lässt Atmung zu.
Bad Painting bedeutet für mich nicht, dass jemand nichts kann. Es bedeutet, dass ein Bild nicht mehr brav sein muss.
Mein künstlicher Stil
Bad Painting
Bad Painting bedeutet für mich nicht, dass jemand nichts kann. Es bedeutet, dass ein Bild nicht mehr brav sein muss. Es darf roh sein, schräg, unruhig. Es darf zeigen, dass unter der Oberfläche etwas arbeitet.
Und genau das berührt mein eigenes Thema.
Ich kenne diesen Druck, richtig wirken zu müssen. Nach aussen klar, kompetent, vernünftig. So, dass niemand sagen kann: Das ist zu viel. Das ist falsch. Das gehört sich nicht.
Aber innen fühlt es sich manchmal anders an. Da zieht etwas im Bauch. Der Hals wird eng. Der Körper sagt Nein, während der Kopf schon erklärt, warum ein Ja besser wäre.
In meinen Bildern suche ich genau diesen Moment. Darum interessieren mich rohe Linien, schiefe Figuren, Kratzer, Übermalungen und Stellen, die nicht fertig wirken. Für mich sind das keine Fehler. Es sind Spuren. Spuren von Druck, Zweifel und Widerstand.
Eine Figur muss nicht korrekt gebaut sein, um wahr zu wirken. Ein Gesicht muss nicht realistisch sein, um etwas Echtes zu zeigen. Manchmal sagt eine verzogene Form mehr als eine perfekte.
Mich interessiert am Bad Painting nicht das Schlechte. Mich interessiert die Freiheit darin. Die Freiheit, nicht gefallen zu müssen. Die Freiheit, der glatten Oberfläche zu misstrauen.
In meiner Malerei arbeite ich nur mit vier Farben. Früher war mein Blick zu laut, jede Farbe rief, jede wollte sprechen, und das Bild schmeckte nach zu vielen Stimmen zugleich.
Meine vier Farben
In meiner Malerei arbeite ich nur mit vier Farben. Früher war mein Blick zu laut, jede Farbe rief, jede wollte sprechen, und das Bild schmeckte nach zu vielen Stimmen zugleich. Ich verlor mich in diesem grellen Flirren, in einem süsslich überladenen Sehen, das keinen Halt fand.
Also entschied ich mich für einen radikalen Schnitt in vier Farben, nicht mehr. Seitdem ist das Malen ruhiger, fast wie ein gedämpfter Klang auf der Haut. Der Druck hat eine kühlere Temperatur bekommen, die Anspannung klingt nicht mehr schrill, sondern trägt eine feste, klare Stille. Entscheidungen entstehen schneller, direkter, ehrlicher als ein kurzer, heller Impuls im Körper.
Diese vier Farben sprechen nicht leise miteinander, sie stossen sich, verstärken sich, reiben sich aneinander. Genau darin entsteht der Dialog. Meine Werke suchen diesen Kontakt mit dem Betrachter, sie wollen nicht flüstern. Sie wollen spürbar sein, klar, direkt wie ein Blick, der sich nicht wegdreht.
Zum Erschaffen meiner Werke beginne ich mit einer dichten, körnigen Masse, deren Oberfläche sich rau und kühl anfühlt, fast wie ein leises Knirschen unter den Fingern klingt.
Strukturen
Zum Erschaffen meiner Werke beginne ich mit einer dichten, körnigen Masse, deren Oberfläche sich rau und kühl anfühlt, fast wie ein leises Knirschen unter den Fingern klingt. Mit verschiedenen Werkzeugen ritze ich erste Spuren hinein, Linien, die sich wie trockene Geräusche durch die Stille ziehen. Die Struktur wächst tastend, schiebt sich über die Leinwand, noch farblos, aber schon mit einem dumpfen, erdigen Geschmack von Bewegung.
Mit jeder Farbschicht giesse ich Gewicht auf die Fläche, Farbe, die sich schwer und warm ausbreitet, die nach Metall riecht und weich über die Strukturen fliesst. Sie sammelt sich, verdichtet sich, flüstert in satten Tönen. Immer wieder breche ich diese Schichten auf, arbeite neue Risse und Erhebungen hinein, als würde ich in ein noch atmendes Gewebe greifen. Das Bild beginnt zu pulsieren, ein leises, vibrierendes Leuchten, das sich hören lässt wie ein ferner, tiefer Ton.
Das Schichten und Verdichten trägt eine eigentümliche Spannung in sich: Die Oberfläche beginnt sich zu bewegen, nicht sichtbar im klassischen Sinn, sondern spürbar wie ein warmer Luftzug auf der Haut. Im Detail entfaltet sich ein dichtes Geflecht, ein fliessendes Durcheinander aus Farbe, Struktur und Richtung. Es ist ein stilles Rauschen, das nicht drängt, nicht schreit, sondern sich wie ein matter Geschmack im Mund ausbreitet: ehrlich, ungefiltert, offen.
Meine Werke sind keine stummen Körper an der Wand. Sie atmen, sie ziehen, sie sprechen nicht in Worten, sondern in einer dichten Mischung aus Klang, Farbe und Berührung. Sie suchen das innere Gespräch, ein Echo im Betrachter, das sich wie ein kaum hörbarer Ton im Brustraum ausbreitet. Spannung ist dabei kein Gegensatz zur Ruhe, sondern ihr Ursprung, ein unsichtbarer Druck, der Bewegung schmeckbar macht.
Meine Serie beschäftigt sich mit sichtbarer Spannung.
Vertraute Motive wie Blumen, Geschenke, Schachfiguren oder Leuchttürme wirken auf den ersten Blick klar, schön und fast harmlos. Doch diese Sicherheit beginnt zu kippen.
Zwischen äusserer Schönheit und innerem Widerspruch entsteht ein Bruch. Die raue Malweise stört das Dekorative. Das Bekannte wird fremd. Das Schöne bekommt Risse.
Meine Bilder suchen keine glatte Antwort. Sie zeigen den Moment dazwischen. Dort, wo innere Konflikte entstehen.
Serie «Kontrolle im Chaos»
«Künstliche Reinheit»
Immer mehr Angebote, Inhalte und Reize führen nicht zu mehr Glück, sondern zu innerer Leere.
118 × 80 cm / Acryl und Strukturpaste auf Leinwand
«Verpackte Seele»
Die Verpackung schützt und hält alles zusammen, macht aber auch eng.
100 × 80 /Acryl und auf Leinwand
«Licht ohne Weg»
Es reicht nicht, schöne Werte zu kennen oder über sie zu sprechen.
140 × 100 cm, Acryl und Glitzerauf Leinwand
Meine Vision ist Kunst, die innere Widersprüche sichtbar macht, damit Menschen Entscheidungen treffen, die nicht nur nach aussen klar wirken.
Weitere Angebote
Auftragswerke: Massgeschneidert für dich
Er kam mit einem Gefühl: «Aussen stimmig, innen eng.» Im Gespräch wurde daraus Sprache: Werte, Grenzen, Rollen. Der Punkt, an dem er «zu schnell Ja» sagt.
Mein Kunstwerk virtuell an deiner Wand
Er war sich nicht sicher. Er mochte das Werk, aber sein Kopf wollte Beweise. Also machte er etwas Unromantisches: Er hing ein Blatt Papier an die Wand. Foto. Kurz warten.
Einzigartige Originalwerke
Jedes meiner Kunstwerke ist ein faszinierendes Unikat. Jede Aufnahme und jedes Bild gibt es nur einmal!