Kurzbiografie

Ich bin Chrys Zumstein (1980, Langenthal BE) und lebe und arbeite seit 2009 in Zürich. Mein Leben fühlt sich oft an wie ein Kaleidoskop aus Widersprüchen: Dinge, die sich eigentlich ausschliessen, stehen plötzlich nebeneinander und genau daraus entsteht Bewegung. Lange kannte ich dieses Gefühl, „nicht fertig“ zu sein: als würde etwas fehlen, als müsste ich erst noch verstehen, wie ich in diese Welt passe. Diese Unruhe war nicht nur eine Belastung, sondern auch ein Motor.

Mit 29 wagte ich den Sprung in die Kunstschule, ein Schritt, der sich gleichzeitig wie Freiheit und Risiko anfühlte. An der F+F Schule für Kunst und Mediendesign Zürich (Studium ab 2009) begann ich, meine innere Zerrissenheit nicht mehr zu verstecken, sondern als Material zu begreifen. Ich tauchte in Fragen von Menschlichkeit, Realität und Fantasie ein und fand in der Dialektik, besonders bei Hegel, aber auch in sozialen und geschichtlichen Denkbewegungen, eine Sprache für das, was ich längst spürte: Widersprüche sind nicht nur Konflikte, sie formen unsere Wirklichkeit.

Meine Arbeiten machen philosophische, historische und soziale Kontraste sichtbar, nicht als Theorie, sondern als etwas, das wir im Alltag ständig erleben: im Drang nach Erfolg und der Angst zu scheitern, in Nähe und Distanz, in Rollen, die wir spielen, und dem Wunsch, trotzdem „echt“ zu sein. Ich stelle Bildmomente so gegeneinander, dass eine Spannung entsteht, in der Fragen aufbrechen: Was ist wirklich? Was ist eine Maske? Was wird uns beigebracht zu zeigen und was bleibt unsichtbar?

So ist meine Geschichte nicht nur die eines Künstlers, sondern die eines Menschen, der in der Komplexität des Lebens seinen Platz gefunden hat. Ein Leben, das von Widersprüchen geprägt ist, aber auch von der unaufhörlichen Suche nach Sinn und Ausdruck. Ein ständiger Tanz zwischen Licht und Schatten, zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren.

Und so ist meine Kunst nicht nur ein Ausdruck meiner selbst, sondern ein Spiegel für dich, für jeden von uns. Sie soll herausfordern, zum Nachdenken anregen und vielleicht sogar aufrütteln. In einer Welt, die oft so geordnet und vorhersehbar scheint, ist es dieser Zauber des Unerwarteten, der uns zum Staunen bringt und uns daran erinnert, dass die wahren Farben des Lebens in den Widersprüchen verborgen sind. Lass uns gemeinsam in diese Untiefen eintauchen und die Schönheit im Chaos finden.

Wenn ich anfange, eine Entscheidung „gut zu erklären“, werde ich misstrauisch. Nicht, weil Denken schlecht ist. Sondern weil mein Denken sehr gut darin ist, Selbstverrat elegant zu begründen.

Mein neues Signal ist simpel: Sobald ich merke, dass ich mich rechtfertigen will, mache ich eine Pause. Ein Atemzug. Und ich prüfe nicht: „Was klingt professionell?“ Sondern: „Was wird ruhig in mir?“

Manchmal ist die stimmige Antwort dann überraschend schlicht: „Ich melde mich später.“ Heute nicht.“ „Nein.“ Klarheit, die echt ist, kämpft selten. Sie steht.

KÜNSTLERISCHER STIL

Bad Painting, oder "schlechte Malerei", ist ein Begriff, der in den 1970er Jahren populär wurde und eine künstlerische Bewegung beschreibt, die sich gegen die konventionellen Standards der Kunstproduktion richtete. Künstler, die sich mit Bad Painting identifizierten, wollten oft das traditionelle Verständnis von Ästhetik, Technik und dem „wertvollen“ Charakter von Kunst herausfordern. 

Anstatt sich auf perfekte Techniken oder idealisierte Darstellung zu konzentrieren, nutze ich oft absichtlich einfache, ungeschickte oder sogar grobe Ausdrucksformen. Oft werden alltägliche Themen, Humor und Ironie ebenfalls einbezogen, um den Betrachter zum Nachdenken über die Bedeutung von Kunst und deren Funktion in der Gesellschaft anzuregen.

Diese Bewegung legt den Fokus darauf, dass Kunst nicht immer „schön“ oder technisch perfekt sein muss, um bedeutungsvoll oder berührend zu sein. Sie eröffnet Raum für Experimentierfreude und Individualität, was unglaublich erfrischend sein kann. 

Botschaft

In meiner Idealvision treffe ich Entscheidungen, die sich im Körper ruhig anfühlen. Kein inneres Ziehen oder Stechen, sondern dieses „Ja, das passt so“-Gefühl. Emotional bedeutet das für mich: Ich kann mir selbst vertrauen. Ich muss nicht jede Entscheidung ewig im Nachhinein zerpflücken, sondern darf sie stehen lassen.

Praktisch würde es heissen, dass ich meine Zeit und Energie anders einsetze. Ich würde Projekte wählen, die wirklich meinen Werten entsprechen, statt denen hinterherzulaufen, die nach aussen hin Eindruck machen. Ich würde auch mutiger „Nein“ sagen, ohne gleich in innere Selbstverurteilung zu rutschen.

Es gab bereits Momente, in denen das real war. Kleine Entscheidungen, bei denen ich mir bewusst einen Moment genommen habe: einmal tief durchatmen, kurz in mich hineinspüren, nicht sofort antworten. Da habe ich den Unterschied gemerkt: Die Entscheidung fühlt sich dann weniger heroisch an, aber viel stimmiger. Danach war da keine Unruhe im Hintergrund, sondern eher ein stilles „Das war gut so.“

Wenn dieser Zustand häufiger und vielleicht sogar dauerhaft erreichbarer wäre, würde sich mein Alltag anders anfühlen. Weniger Hetze im Kopf, weniger After-Decision-Drama. Mehr Präsenz in den Momenten, die wirklich zählen: im Gespräch mit einem Menschen, in einer Vorlesung, im Kontakt mit mir selbst.

Langfristig verknüpfe ich damit eine Form von innerer Reife. Ich will ein Mensch sein, der Widersprüche nicht wegdiskutiert, sondern halten kann. Der weiss, dass er einen Wertekompass hat – und ihn auch benutzt.

Mein Selbstbild würde sich verändern: weg von „Ich bin der, der im Zweifel alles zu Tode denkt“ hin zu „Ich bin jemand, der Zwischentöne wahrnimmt und daraus klare, stimmige Entscheidungen formt.“

Meine Werte

Mir ist innere Stimmigkeit wichtiger als äußerer Glanz. Ich will in den Spiegel schauen und das Gefühl haben: „Ja, das ist schon in Ordnung so, wie du lebst.“ Dafür brauche ich Ehrlichkeit mir selbst gegenüber, auch wenn sie unangenehm ist.

Tiefe ist mir wichtig. Ich mag Gespräche und Entscheidungen, bei denen man nicht an der Oberfläche bleibt, sondern einen Schritt weitergeht: Was bedeutet das wirklich für mich? Welche Konsequenzen hat es? Ich will nicht nur clever wirken, sondern verstanden haben, worum es mir geht.

Ein weiterer Wert ist Verantwortung – aber nicht im Sinne von Verbiegen, sondern im Sinne von bewusst handeln. Ich möchte die Auswirkungen meiner Entscheidungen sehen und mittragen können. Ich will mich nicht ständig damit rausreden, dass „es halt so gekommen ist“.

Und ich schätze Ruhe. Nicht als Abwesenheit von Bewegung, sondern als inneren Grundton. Ein Leben, in dem klar ist, wofür ich stehe, und in dem sich meine Entscheidungen auf diesen Kern beziehen, fühlt sich für mich wertvoll an.

Ausstellungen

Es erfüllt mich mit Freude, meine Werke in zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz und international präsentieren zu können. In diesen Ausstellungen lade ich die Betrachter ein, die Komplexität des Lebens zu akzeptieren und zu erkunden. Mein Ziel ist es, Form und Philosophie miteinander zu vereinen, um die paradoxe Natur der Existenz zu beleuchten und einen Dialog über die Herausforderungen und Schönheiten des Lebens zu eröffnen.

Ausstellungen

2025 Paramount Hotel in Dubai (Vereinigten Arabischen Emiraten)

2024 Espace Libre Visarte Biel/Bienne (Schweiz) 2024 Artiade in New York (USA) 2024 Andie Art Kunstraum in Athen Griechenland) 2024 Andakulova Gallery in Dubai (Vereinigten Arabischen Emiraten) 2024 Calabro Galerie in Zürich (Schweiz) 2024 Cipriarte Gallery in Venedig (Italien)

2023 Nicoleta Gallery in Berlin (Deutschland) 2023 Johnathan Schultz Gallery in Miami (USA) 2023 Casa del Arte in Palma de Mallorca (Spanien) 2023 Red Dot Art Fair in Miami (USA) 2023 SP Photo Award, Photobastei in Zürich (Schweiz) 2023 SP Photo Award La Galerie MABE in Genf (Schweiz) 2023  huber & huber Gallery in Zürich (Schweiz) 2023 Nicoleta Gallery in Berlin (Deutschland) 2023 Cipriarte Gallery in Venedig (Italien) 2023 Fininity Gallery in Berlin (Deutschland) 2023 Johnathan Schultz Gallery in Miami (USA) 2023 Galerie Art&Business in Zürich (Schweiz) 2023 Thomson Gallery in Zug (Schweiz) 2023 Art Lab in Los Angeles (USA) 2023 Casa del Arte in Palma de Mallorca (Spanien) 2023 Lelie Galerij in Amsterdam (Holland)

2022 Artbox Expo in Miami (USA) 2022 Casa del Arte in Palma de Mallorca (Spanien) 2022 Galerie Art&Business in Zürich (Schweiz)

2018 Galerie Bucher, Weite in St. Gallen (Schweiz) 2018 Museum Schaffen in Winterthur (Schweiz) 2018 Kunstszene 2018, im Vogel in Zürich (Schweiz) 2018 Cantonale Berne Jura, Musèe La Nef in Le Noirmont (Schweiz)

2016 Cantonale Berne Jura, im Musée Jurassien des Art, in Moutier (Schweiz)

2013 Diplomausstellung F+F Schule, in Zürich (Schweiz) 2013  Teil eines Kunstwerkes im Helmhaus, in Zürich (Schweiz)

2012  Starkart Galerie, in Zürich (Schweiz) 2012  KunstPause, in Zug (Schweiz

Publikationen

2025 In der 41. Ausgabe vom Artventurous Magazin für Kunst 6 Design https://artventurous.net/

2025 Art Loving Magazine https://www.artloving.net/magazine

2024 In der 39. Ausgabe vom Artventurous Magazin für Kunst 6 Design https://artventurous.net/

2024 Blog Beitrag auf Artistcloseup https://www.artistcloseup.com/blog/artist-profile-chrys-zumstein

2024 in der 17. Ausgabe vom Artistcloseup Artmagazine https://www.artistcloseup.com/magazine

2024 In der Herbstausgabe vom Art Seen Magazin https://thecuratorssalon.com/artseenmagazine

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