Schein von Wert und Ordnung

Die glatte Lüge

2026 • Die glatte Lüge • Acryl, Strukturpaste und Stuckform auf Leinwand • 140 × 100 cm

Das Ideal hinter diesem Bild ist deshalb nicht Perfektion, sondern Wahrhaftigkeit. Nicht: Ich habe keine Brüche. Sondern: Ich bin nicht weniger wert, weil man sieht, dass ich getragen habe. Gerade dort, wo sie aufhört, Unversehrtheit zu spielen, kann etwas Neues beginnen: ein tieferer Atem, mehr innere Weite, ehrlichere Grenzen und eine Form von Leichtigkeit, die nicht mehr auf Verdrängung beruht.

Deine Risse sind da. Sichtbar. Du kannst die Lüge selbst kaum noch glauben. Genau darin liegt deine Chance: Du musst nicht erst zusammenbrechen, damit deine Wahrheit zählt.

Die Inspiration

Muss eine Ente perfekt sein, um zu schwimmen?

Kennst du dieses Gefühl nach einem Streit?

Wenn plötzlich diese unangenehme Stille im Raum liegt. Schwer, kalt und beinahe hörbar. Eine Stille, die nicht einfach still ist, sondern auf der Brust sitzt.

Am Montag hatte ich genau einen solchen Streit.

Der Streit war nicht laut. Nicht dramatisch. Keine Türen knallten. Keine Stimmen wurden schrill.

Und trotzdem blieb etwas zurück.

Diese schwere Stille hing noch an mir, als ich ging. Ich zog meine Jacke an und ging zu meiner Verabredung mit Freunden. 

Schon auf dem Weg spürte ich den Druck im Bauch. Mein Atem wurde flacher. Jeder Atemzug fühlte sich ein wenig enger an als der davor.

Wir assen, redeten und lachten. Stimmen liefen warm über den Tisch. Für ein paar Stunden wurde das Gewicht in mir leichter. Und der Abend war tatsächlich schön.

Und trotzdem verliefen unter meiner Oberfläche kleine Risse, die niemand sehen konnte.

Ich zeigte nicht den dumpfen Druck in meinem Bauch. Nicht die Sätze aus dem Streit, die noch immer einen bitteren Nachgeschmack hatten. Nicht diese eine Frage, die zwischen uns stehen geblieben war und deren Stille noch in mir nachklang.

Lange glaubte ich, ich müsste mich entscheiden.

Entweder:

Der Abend war schön.

Oder:

Mir ging es schlecht.

Entweder war ich verletzt.

Oder ich durfte lachen.

Als könnte Leichtigkeit nicht neben einem Riss existieren. Als müsste jede Freude falsch werden, sobald irgendwo darunter etwas schmerzt.

Aber vielleicht lag genau darin der Irrtum.

Ich musste nicht makellos sein, damit dieser Abend echt war.

Ich begann, meine Risse anders zu lesen.

Nicht mehr als Beweis dafür, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Ein Riss erzählt davon, wo etwas zu viel geworden ist. Wo Druck entstanden ist. Wo etwas lange gehalten hat, obwohl die Form längst zu eng geworden war.

Risse sind keine Schande. Risse sind Information.

Manchmal ist ein Riss die ehrlichste Stelle deiner Oberfläche.

Ein Riss zeigt dir, wo du beginnen kannst, dich selbst ernster zu nehmen.  

Ich musste meine Risse nicht verstecken, damit ein schöner Moment schön bleiben durfte.

Nicht der Riss ist das Problem. Der Druck entsteht dort, wo du glaubst, ihn verbergen zu müssen.

Vielleicht muss eine Ente gar nicht perfekt sein, um zu schwimmen.

Vielleicht kann sie Risse haben und sich trotzdem über Wasser halten.

Und vielleicht muss auch ich nicht heil aussehen, um lebendig zu sein.

Meine Freiheit begann nicht dort, wo alle Risse verschwanden.

Sie begann dort, wo ich aufhörte, so zu tun, als wären keine da.

Diese Vorstellung einer Ente, die nicht makellos sein muss, um weiterzuschwimmen, wurde zur Inspiration für das Werk «Die glatte Lüge».

Nicht dein Riss ist das Problem. Der Druck entsteht, weil du glaubst, ihn verbergen zu müssen.

Die Wirkung

Vielleicht muss eine Ente gar nicht perfekt sein, um zu schwimmen.

Vielleicht kann sie Risse haben und sich trotzdem über Wasser halten.

Und vielleicht muss auch ich nicht heil aussehen, um lebendig zu sein.

Meine Freiheit begann nicht dort, wo alle Risse verschwanden.

Sie begann dort, wo ich aufhörte, so zu tun, als wären keine da.

Diese Vorstellung einer Ente, die nicht makellos sein muss, um weiterzuschwimmen, wurde zur Inspiration für das Werk „NO CRACKS“.

Denn du funktionierst vielleicht noch.

Du gehst arbeiten. Du beantwortest Nachrichten. Du triffst Menschen. Du lachst auf Fotos.

Aber Funktionieren ist kein Beweis dafür, dass alles in Ordnung ist.

Vielleicht hast du gelernt, viel zu tragen, ohne dass man das Gewicht sieht. Erschöpfung leise zu halten. Den Atem kurz anzuhalten und trotzdem zu sagen: Es geht schon.

Nach aussen bleibt die Oberfläche glatt.

Darunter knirscht etwas.

Das Ideal in diesem Bild ist deshalb nicht Perfektion.

Es ist Wahrhaftigkeit.

Nicht:

Du hast keine Brüche.

Sondern:

Du bist nicht weniger wert, weil sichtbar wird, dass du getragen hast.

Gerade dort, wo du aufhörst, Unversehrtheit zu spielen, kann etwas Neues beginnen.

Dieses Werk verspricht dir keine schnelle Lösung.

Es repariert nichts.

Es hält vielmehr eine Frage offen:

Wo in deinem Leben tust du noch so, als wäre alles heil, obwohl du deine Risse längst spürst?

Auch die Materialien tragen diesen Widerspruch.

Die Acrylfarbe wirkt direkt. Laut. Stellenweise fast trocken im Klang. Harte Kontraste treffen aufeinander, sichtbare Pinselspuren bleiben stehen. Die Ente soll nicht sauber und glatt wirken. Sie darf widersprüchlich sein. Lebendig. Unruhig.

Die Strukturpaste macht ihre Oberfläche körperlich.

Unebenheiten treten hervor. Licht bleibt an ihnen hängen. Schatten sammeln sich in den Vertiefungen. Die Brüche sind dadurch nicht nur sichtbar. Sie bekommen beinahe eine raue Stimme.

Man möchte mit den Fingern darüberfahren.

Das Ideal hinter diesem Bild ist für dich nicht Perfektion, sondern Wahrhaftigkeit. Du musst deine Brüche nicht verbergen.

Die Lupe

Konzentriere dich auf den schwarzen Streifen mit dem Satz «NO CRACKS».

Diese Worte behaupten das Gegenteil von dem, was das Bild dir längst zeigt. Das Werk spricht nicht einfach von Brüchen. Es zeigt dir den Versuch, sichtbare Brüche weiterhin als unproblematisch erscheinen zu lassen. Diese Worte stehen für all die Momente, in denen du dich zusammenreisst. Dich ordentlich zeigst, aber lieber Glanz als Risse präsentierst.

Dieses Werk ist keine Dekoration an der Wand. Es ist das Symbol, das dich daran erinnert, dass Risse keine Schande sind. Risse sind kein Beweis für Schwäche. Risse zeigen, wo etwas zu viel war, wo etwas gedrückt wurde und wo eine Form nicht mehr gestimmt hat. In diesem Sinn wird das Bild zu einer stillen Erinnerung: Du musst deine Brüche nicht überdecken, damit deine schönen Momente echt bleiben. Du darfst beides sein. Leicht und verletzt. Offen und empfindlich. Im Leben stehend und trotzdem nicht makellos.

Da ist ein Riss, und du musst ihn nicht sofort übermalen.

Du musst nicht hart oder abweisend werden, um Grenzen zu setzen. Du kannst für dich einstehen, standhaft bleiben und anderen trotzdem mit Wärme begegnen.

Nur drei Schritte

zu deinem Kunstwerk

#1 – Unverbindliche Anfrage: Mit nur einem Klick kannst du mir zeigen, dass du Interesse an deinem Wunsch-Kunstwerk hast. Der erste Schritt ist getan!

#2 – Individuelle Beratung: Ich melde mich direkt bei dir, und wir überlegen gemeinsam, wie dein Kunstwerk am besten in deinem Zuhause wirken kann. Dabei kläre ich gerne all deine Fragen.

#3 – Professionelle Abwicklung: Sobald du dich entschieden hast, mache ich alles bereit: Dein Kunstwerk wird sicher in einer Holzkiste verpackt und innerhalb von 8 Werktagen verschickt.

Häufig gestellte

Fragen

Nur weil du noch schwimmst, heisst das nicht, dass in dir nichts gerissen ist.

Das Kunstwerk im Überblick

Das Ideal hinter diesem Bild ist deshalb nicht Perfektion, sondern Wahrhaftigkeit. Nicht: Ich habe keine Brüche. Sondern: Ich bin nicht weniger wert, weil man sieht, dass ich getragen habe. Gerade dort, wo sie aufhört, Unversehrtheit zu spielen, kann etwas Neues beginnen: ein tieferer Atem, mehr innere Weite, ehrlichere Grenzen und eine Form von Leichtigkeit, die nicht mehr auf Verdrängung beruht.

2026 • Die glatte Lüge • Acryl, Strukturpaste und Stuckform auf Leinwand • 140 × 100 cm

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