Alle meine Werke im Überblick
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Das Leben ist ein Spiel der Widersprüche. Du stehst auf der Bühne des Alltags, umgeben von Menschen, die lachen und fröhlich sind, während du innerlich brodelst. Du rennst, immer auf der Jagd nach dem nächsten Erfolg, dem nächsten Glücksmoment. Doch, halt! Spürst du diese innere Zerrissenheit? Es ist, als ob Freude und Schmerz, Hoffnung und Angst ständig um dich kreisen, bereit, deine Welt auf den Kopf zu stellen.
Du gehst durch die Strassen, den Kopf voller Gedanken. Der Druck, dich anzupassen, ist erdrückend. Du siehst das Lächeln der anderen und fragst dich: „Was ist der Preis dieser Maskerade?“ Inmitten des scheinbaren Glücks fühlst du die Ängste, Sorgen und die Fragen, die in deinem Inneren toben wie ein Sturm. In diesen Momenten stellt sich die Frage: Sind diese Widersprüche nicht das, was dich wirklich ausmacht?
Wenn du stillstehst, erkennst du, dass das Chaos um dich herum kein Feind ist, sondern Teil deiner Existenz. Hegel hat einmal gesagt, dass Widersprüche die treibende Kraft unseres Lebens sind. Du lebst in einem ständigen Spannungsfeld zwischen dem, was du bist und dem, was die Gesellschaft von dir erwartet. Diese Dualität ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Ausdruck der menschlichen Erfahrung. Du bist mehr als die Summe deiner Rollen. Hinter dem strahlenden Bild verbirgt sich ein tiefes Kampffeld.
Nehmen wir ein einfaches Beispiel aus deinem Alltag: Du trinkst deinen Kaffee, diesen wunderbar aromatischen, warmen Schluck, und während du nippst, spürst du die Ruhe. Doch gleichzeitig lauerst du dem ständigen Gewitter im Hintergrund, den unvollendeten Träumen und der Angst vor dem Versagen. Diese scheinbare Harmonie wird zum Sinnbild deines inneren Kampfes. Der Kaffee ist nicht nur ein Getränk; er wird zum Symbol deiner Unruhe, ein Moment, in dem du die Zerrissenheit deutlicher spürst.
Die Kunst, zu leben, ist das Akzeptieren dieser Widersprüche. Ja, du bist verwirrt, ja, du hast Ängste. Deshalb solltest du sie nicht leugnen! Sie erzählen Geschichten, die dich wahrhaft menschlich machen. Du musst die Lücke zwischen dem Ideal und der Realität umarmen, anstatt sie zu verbergen. Ist es nicht genau diese Unvollkommenheit, die das Leben interessant macht?
Die Gesellschaft ermahnt dich, nur das Licht zu sehen, die perfekten Momente zu zelebrieren. Doch wie langweilig ist eine Welt, die die Schatten ignoriert? Du hast das Recht, auch die dunklen Seiten zu zeigen. Jede Narbe, jede Falte in deiner Seele erzählt von Kämpfen und Siegen. Es ist in der Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, wo du wachsen kannst.
Stell dir vor, du stehst vor einem leeren Blatt, dein Leben unwiderruflich offen. Was kannst du sagen, was kannst du erschaffen, wenn du die Widersprüche akzeptierst? Mut, Selbsterkenntnis und eine tiefere Verbindung zu dir selbst warten darauf, entdeckt zu werden, wenn du bereit bist, die Schatten zu umarmen. Diese Reise ist herausfordernd, und es gibt kein einfaches Ziel. Doch genau hier, wo Freude und Schmerz nebeneinander existieren, findest du die Essenz des Menschseins.
In diesem Raum der Widersprüche erlangst du eine neue Perspektive, die dich provozieren und befähigen kann. Vielleicht, nur vielleicht, findest du dann ein Stück Klarheit inmitten des Chaos, das uns umgibt. Und diese Klarheit? Sie wird dir nicht die Antworten liefern, die du suchst, sondern dir helfen, die Fragen zu stellen, die das Leben wirklich lebenswert machen.
Meine Werkserien
Die vier Farben
Manchmal braucht es keine bessere Entscheidung, sondern eine ehrlichere. Eine, die nicht erst vor Gericht muss (in meinem Kopf).
Rohe Ästhetik
Ich habe lange geglaubt, Ruhe entsteht, wenn alles harmonisch ist. Heute glaube ich: Ruhe entsteht, wenn ich mich nicht verlasse.
In meiner Arbeit suche ich nicht nach Harmonie, sondern nach dem Punkt, an dem es knirscht. Mich interessiert, wie widersprüchlich wir Menschen sind und wie absurd es manchmal ist, überhaupt „ich“ zu sein: gleichzeitig mutig und ängstlich, zärtlich und hart, freiheitsliebend und angepasst. Widerspruch ist für mich kein Fehler im System, sondern sein Herzschlag. Woran widersprechen wir? Was dürfen wir überhaupt infrage stellen? Und wie verändert sich Realität, wenn wir Spannung nicht wegdrücken, sondern aushalten und befragen?
Ich denke dabei explizit mit Hegel: Dialektik bedeutet für mich, dass Gegensätze nicht einfach gegeneinander stehen, sondern dass sie etwas Neues gebären können. These und Antithese reiben sich und aus dieser Reibung entsteht eine dritte Möglichkeit. Marx schärft meinen Blick dafür, dass viele innere Konflikte auch soziale sind: Rollen, Arbeit, Zugehörigkeit, Wert. Ich übersetze diese Denkräume in Malerei, damit sie nicht nur verstanden, sondern körperlich erfahren werden.
Das Bespannen
von Leinwänden
ist ein
wesentlicher Schritt in der
Vorbereitung für das
Malen.
4 Quadratmeter
In meinem kleinen Raum, der kaum mehr als 4 Quadratmeter misst, entfaltet sich eine faszinierende Welt der Kreativität. Hier, in meinem Schlafzimmer, wo die Wände Geschichten flüstern, wird jeder Pinselstrich für mich zu einem Ausdruck der Freiheit. Es ist erstaunlich, wie ich in dieser bescheidenen Umgebung grosse Träume in noch grössere Werke verwandeln kann. Mit jedem Schlag meines Herzens, umgeben von dieser inspirierenden Energie, spüre ich, wie ich puste, frei in meine Farben eintauche. Für mich sind die Farbtöne nicht nur Farben; sie erzählen von Emotionen, Erinnerungen und tiefen Sehnsüchten. Der begrenzte Raum wird für mich nicht zum Hindernis, sondern zu einer inspirierenden Leinwand, die meiner Kreativität die Freiheit schenkt, zu fliegen. Während ich arbeite, entfaltet sich das Bild in meinem Kopf Stück für Stück. Die Grösse meines Schaffens steht in starkem Kontrast zu dieser kleinen Ecke meines Lebens, und ich fühle, wie ich eine Verbindung zwischen meiner Innenwelt und der Aussenwelt herstelle. Jeder Pinselstrich wird zu einem Dialog mit mir selbst. Mein Schlafzimmer ist mein Zufluchtsort und gleichzeitig meine Bühne. Es ist faszinierend, wie viel Kraft der Vorstellung und des Ausdrucks in einem so kleinen Raum verborgen sein kann. Ich nehme die Herausforderung an und lasse mich inspirieren, denn wahre Kreativität kennt keine Grenzen. In der Einfachheit meiner Umgebung finde ich oft die tiefsten Wahrheiten und die stärkste Schönheit. In meinem Schlafzimmer entsteht Grosses nicht trotz der Enge, sondern gerade dank ihr.
Bewegung als Motor
Wenn ich male, dann mit dem ganzen Körper. Bewegung ist mein Motor, Rhythmus meine Spur. Ich trage die Farbe dick auf richtig dick Schicht um Schicht. Jede neue Lage kommt mit Wucht dazu, und in diesem Überfluss modelliere ich: Ich drücke, ziehe, schiebe, bis eine lebendige Haut entsteht, konkav und konvex, voller Relief und Atem.
Ich male grossformatig, weil ich Raum brauche. Kleine, zaghafte Gesten aus dem Handgelenk bremsen mich, ich male aus der Schulter, aus den Armen, im Schwung, im Takt. Die Leinwand steht vor mir wie ein Gegenüber, und ich antworte ihr mit grossen Bewegungen, körperlich, kompromisslos.
Darum greife ich bewusst zum zu grossen Pinsel. Er lässt mich nicht in Details versinken, er zwingt mich zum Wesentlichen, zum Mut. Das Material führt mich: Die Farbe türmt sich auf, fällt zurück, öffnet Täler, wirft Kämme und ich folge. So wächst ein Bild, nicht nur zweidimensional, sondern als Form, als Körper im Raum. Genau dort, in dieser Energie, passiert für mich Malerei.
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