Meine Kunst

In meiner Arbeit suche ich nicht nach Harmonie, sondern nach dem Punkt, an dem es knirscht. Mich interessiert, wie widersprüchlich wir Menschen sind und wie absurd es manchmal ist, überhaupt „ich“ zu sein: gleichzeitig mutig und ängstlich, zärtlich und hart, freiheitsliebend und angepasst. Widerspruch ist für mich kein Fehler im System, sondern sein Herzschlag. Woran widersprechen wir? Was dürfen wir überhaupt infrage stellen? Und wie verändert sich Realität, wenn wir Spannung nicht wegdrücken, sondern aushalten und befragen?

Ich denke dabei explizit mit Hegel: Dialektik bedeutet für mich, dass Gegensätze nicht einfach gegeneinander stehen, sondern dass sie etwas Neues gebären können. These und Antithese reiben sich und aus dieser Reibung entsteht eine dritte Möglichkeit. Marx schärft meinen Blick dafür, dass viele innere Konflikte auch soziale sind: Rollen, Arbeit, Zugehörigkeit, Wert. Ich übersetze diese Denkräume in Malerei, damit sie nicht nur verstanden, sondern körperlich erfahren werden.

Meine vier Farben

In meiner Malerei arbeite ich nur mit vier Farben. Früher war mein Blick zu laut, jede Farbe rief, jede wollte sprechen, und das Bild schmeckte nach zu vielen Stimmen zugleich. Ich verlor mich in diesem grellen Flirren, in einem süßlich überladenen Sehen, das keinen Halt fand.

Also entschied ich mich für einen radikalen Schnitt in vier Farben, nicht mehr. Seitdem ist das Malen ruhiger, fast wie ein gedämpfter Klang auf der Haut. Der Druck hat eine kühlere Temperatur bekommen, die Anspannung klingt nicht mehr schrill, sondern trägt eine feste, klare Stille. Entscheidungen entstehen schneller, direkter, ehrlicher als ein kurzer, heller Impuls im Körper.

Schwarz, Rot, Weiß, Gelb. Diese vier Farben waren sofort da, ohne Zögern, wie ein vertrauter Geruch. Ich suche Kontraste, die nach vorne treten, die sich nicht im Hintergrund verlieren, sondern eine tastbare Präsenz haben.

Gelb fühlt sich für mich wie warmes Denken an ein helles Summen im Kopf, das nach Klarheit schmeckt. Es trägt eine leichte, vibrierende Energie, die den Blick öffnet und den Raum aufhellt.

Rot ist dichter, schwerer als ein pochender Klang, der sich durch den Körper drückt. Es hat die Hitze von Bewegung, eine scharfe, fast metallische Intensität, die antreibt und fordert.

Wess bringt eine stille Weite. Es ist ein leiser, kühler Atem, der sich über die Fläche legt und Raum schafft. Eine ruhige Helligkeit, die ordnet, ohne laut zu werden.

Schwarz schliesslich hat Gewicht. Es ist eine tiefe, dunkle Ruhe, die sich fast greifen lässt, ein stiller Widerstand, der alles zusammenhält und den Kontrasten ihre Schärfe gibt.

Diese vier Farben sprechen nicht leise miteinander, sie stossen sich, verstärken sich, reiben sich aneinander. Genau darin entsteht der Dialog. Meine Werke suchen diesen Kontakt mit dem Betrachter, sie wollen nicht flüstern. Sie wollen spürbar sein, klar, direkt wie ein Blick, der sich nicht wegdreht.

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Das Bespannen

von Leinwänden

ist ein

wesentlicher Schritt in der

Vorbereitung.

Strukturen

Bewegung ist mein Motor, Rhythmus meine Spur. Ich trage die Farbe richtig dick auf, Schicht um Schicht. Jede neue Lage kommt mit Wucht dazu, und in diesem Überfluss modelliere ich: Ich drücke, ziehe, schiebe, bis eine lebendige Haut entsteht, konkav und konvex, voller Relief und Atem.

Ich male grossformatig, weil ich Raum brauche. Kleine, zaghafte Gesten aus dem Handgelenk bremsen mich, ich male aus der Schulter, aus den Armen, im Schwung, im Takt. Die Leinwand steht vor mir wie ein Gegenüber, und ich antworte ihr mit grossen Bewegungen, körperlich, kompromisslos.

Darum greife ich bewusst zum zu grossen Pinsel. Er lässt mich nicht in Details versinken, er zwingt mich zum Wesentlichen, zum Mut. Das Material führt mich: Die Farbe türmt sich auf, fällt zurück, öffnet Täler, wirft Kämme und ich folge. So wächst ein Bild, nicht nur zweidimensional, sondern als Form, als Körper im Raum. Genau dort, in dieser Energie, passiert für mich Malerei.

Bewegung als Motor

Bewegung ist mein Motor, Rhythmus meine Spur. Ich trage die Farbe richtig dick auf, Schicht um Schicht. Jede neue Lage kommt mit Wucht dazu, und in diesem Überfluss modelliere ich: Ich drücke, ziehe, schiebe, bis eine lebendige Haut entsteht, konkav und konvex, voller Relief und Atem.

Ich male grossformatig, weil ich Raum brauche. Kleine, zaghafte Gesten aus dem Handgelenk bremsen mich, ich male aus der Schulter, aus den Armen, im Schwung, im Takt. Die Leinwand steht vor mir wie ein Gegenüber, und ich antworte ihr mit grossen Bewegungen, körperlich, kompromisslos.

Darum greife ich bewusst zum zu grossen Pinsel. Er lässt mich nicht in Details versinken, er zwingt mich zum Wesentlichen, zum Mut. Das Material führt mich: Die Farbe türmt sich auf, fällt zurück, öffnet Täler, wirft Kämme und ich folge. So wächst ein Bild, nicht nur zweidimensional, sondern als Form, als Körper im Raum. Genau dort, in dieser Energie, passiert für mich Malerei.

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