Genuss oder Moral?
2025 • Genuss oder Moral? • Acryl und Öl auf Leinwand • 140 × 100 cm • inkl. Versand innerhalb der Schweiz • 1900 CHF
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Hier geschieht Dialektik: Der Genuss will unmittelbar sein „Ich will, also nehme ich“ aber er trägt das Allgemeine in sich, das er verleugnet: die unsichtbare Ordnung der Hände, Schichten, Felder, Fabriken, Lieferketten. Du trinkst nicht nur, sondern du bestellst. Du knisterst nicht nur eine Verpackung auf, sondern du unterschreibst. Der Sklave hängt nicht in der Vergangenheit, er hängt am Produkt und damit an deiner Gegenwart.
Provokativ ist, dass das Bild den Rollenwechsel umdreht:
Du hältst dich vielleicht für frei, weil du wählen kannst. Doch der Zettel flüstert: Deine Freiheit steht auf fremder Unfreiheit. Das ist die alte Herr und Knecht-Szene in moderner Verpackung. Der „Herr“ kauft, um sich unabhängig zu fühlen, und macht sich gerade dadurch abhängig: von Preisen, von Trends, von sofortiger Verfügbarkeit, von dem kurzen Kick, der schnell wieder verdunstet. Der „Sklave“ ist nicht nur draussen in der Welt; er wohnt auch innen: in deinem Drang, dich zu belohnen, dich zu betäuben, dich zu trösten, ohne zu fragen, wer die Rechnung bezahlt.
Der Alltag ist voll von solchen eleganten Grausamkeiten.
Du willst ein guter Mensch sein und klickst auf „Express-Lieferung“, weil du müde bist. Du empörst dich über Ausbeutung und suchst dann die „günstigste Option“, weil dein Konto eng ist. Du postest ein Zitat über Menschlichkeit und streichst im Supermarkt das Gewissen glatt wie einen zerknitterten Kassenbon. Das ist nicht Heuchelei im billigen Sinn, es ist der Schmerz, dass wir oft mehr Sehnsucht nach dem Richtigen haben als Kraft, es zu leben. Gerade deshalb trifft es:
Nicht der Bösewicht steht im Bild, sondern der ganz normale Mensch, der abends einfach nur Ruhe will.
Vielleicht beginnt es klein, aber wirklich: Du fragst öfter „Woher kommt das?“, nicht um perfekt zu sein, sondern um nicht länger blind zu bleiben. Du kaufst weniger, aber besser nicht aus Stolz, sondern aus Respekt. Du gönnst dir, ohne dich zu betäuben; du verzichtest, ohne dich zu verhärten. Du erlaubst dir, unbequem zu werden, weil du spürst, dass Bequemlichkeit dich manchmal gefangen hält. Willst du noch Herr sein oder endlich frei?
Die Werte, die hinter diesem Bild leuchten, sind schlicht und schwer:
Würde, Verantwortung, Mass, Mitgefühl. Es sind keine moralischen Accessoires, sondern Kräfte, die dich stärken. Denn wer den Preis des Genusses sieht, kann ihn neu verhandeln. Und wer sich nicht länger belügt, muss weniger kompensieren. Am Ende ist das die positive Zumutung: Du bist nicht machtlos. Deine Hand, die greift, kann auch wählen. Deine Lust kann lernen, nicht auf Kosten anderer zu leben. Und genau dort, im Übergang vom schnellen Konsum zur wachen Entscheidung, wird der Mensch grösser als seine Gewohnheit.
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