Bestes Stück

2025 • Bestes Stück • Acryl auf Leinwand • 70 × 50 cm • inkl. Versand innerhalb der Schweiz • 650 CHF

In der Arbeitswelt zeigt sich genau dieses Dilemma:

Männer sollen entschlossen, rational, durchsetzungsstark sein – ein Schwert. Gleichzeitig erwarten moderne Teams, dass sie empathisch, offen und verletzlich sind. Beides zusammenzuleben, scheint unmöglich, doch genau in dieser Spannung liegt die neue Kraft. Wer nur Schwert ist, brennt aus und zerstört Beziehungen. Wer nur Kelch ist, verliert sich im Wohlgefallen. Aber wer Schwert und Kelch zugleich sein kann, führt, ohne zu unterdrücken.

Die beiden roten Kugeln wirken wie Symbole der Sexualität, aber auch der Verwundung. 

In Beziehungen erleben Männer oft den Druck, ständig begehrenswert, leistungsfähig, stark zu sein. Gleichzeitig dürfen sie ihre Unsicherheiten, Ängste oder Schwächen kaum zeigen. Viele schweigen und tragen ihr Feuer nach innen, bis es sie verbrennt. Das Bild zeigt: Männlichkeit, die nur auf Potenz reduziert wird, bleibt leer. Erst wenn man auch die Verwundbarkeit anerkennt, entsteht echte Intimität.

Und in der Familie? Das Patriarchat hat Väter gelehrt, Distanz zu wahren, unantastbar zu sein. Doch Kinder sehnen sich nach Nähe, nicht nach Autorität. Die Flammen im Bild können auch für diese Reibung stehen: Ein Vater, der nur stark sein will, brennt die Brücken zu seinen Kindern nieder. Ein Vater, der lacht, weint, zweifelt, ist kein schwacher Vater, sondern ein ganzer.

Das Bild provoziert uns:

Die alte Männlichkeit ist ein Monument aus Stein, das innerlich hohl geworden ist. Die neue Männlichkeit ist widersprüchlich, flackernd, verletzlich und gerade darin lebendig. Vielleicht lautet die Botschaft: Stärke ohne Liebe ist Gewalt. Liebe ohne Stärke ist Ohnmacht. Wahre Männlichkeit ist die Fähigkeit, beides in einem Körper zu tragen, auch wenn es weh tut. Männlichkeit im Patriarchat war ein starres Monument: stark, unantastbar, kalt. Dieses Bild zeigt das Gegenteil: eine aufrechte Form, die zugleich zerbrechlich ist, flankiert von roten Wunden, umgeben von Flammen. Hier wird sichtbar, was Männer im Alltag spüren: Sie sollen Schwert und Kelch zugleich sein, unerschütterlich führen und gleichzeitig zartfühlend zuhören. Sie sollen Lust verkörpern, aber niemals Schwäche zeigen. Genau dieser Widerspruch zerreisst sie.

Doch die Wahrheit ist: 

Nur wer beides lebt, Stärke und Verletzlichkeit, entkommt dem Feuer. Ein Vater, der weint, ist nicht schwach, sondern präsent. Ein Mann, der in der Liebe seine Unsicherheiten zeigt, ist nicht weniger begehrenswert, sondern glaubwürdiger. Ein Kollege, der klar entscheidet und dennoch Zweifel ausspricht, zerstört nicht Autorität, sondern schafft Vertrauen.

Die Provokation lautet:

Das Patriarchat hat Männer klein gemacht, indem es sie gross erscheinen liess. Es hat ihnen den Mut genommen, ganz zu sein. 2025 muss Männlichkeit endlich widersprüchlich werden: brennend und verletzlich, stark und weich, klar und fragend zugleich.

Denn nur in dieser Spannung liegt die Freiheit: nicht mehr Herrscher zu sein, sondern Mensch.

Kunstwerk unverbindlich anfragen
  • Du hast die Möglichkeit, flexible Zahlungsoptionen und Ratenzahlungen zu nutzen, um dein Traumkunstwerk zu erwerben, ohne dein Budget zu strapazieren.

  • Bei jedem Kunstwerk, das du erwirbst, erhältst du ein Echtheitszertifikat, das seine Originalität und den Wert bestätigt.

  • Bist du dir nicht sicher? Kein Problem! Nutze die 14-tägige Rückgabegarantie, falls das Kunstwerk nicht perfekt in dein Zuhause passt.

  • Dein Kunstwerk wird sorgfältig verpackt, um sicherzustellen, dass es in einwandfreiem Zustand bei dir ankommt.

  • Unsicher, wie das Kunstwerk in deinem Raum wirkt? Dafür biete ich dir eine virtuelle Vorschau an, mit der du sehen kannst, wie das Kunstwerk in deinem Zuhause aussehen wird, bevor du dich entscheidest.