Die glänzenden Versprechen

Der Preis des Mehr

2026 • Der Preis des Mehr • Acrylfarbe, Ölfarbe, Strukturpaste und Blattgold auf Leinwand • 140 × 100 cm

Wir begegnen jeden Tag Dingen, die uns versprechen, dass unser Leben besser, sicherer oder bedeutungsvoller wird, wenn wir nur genug davon besitzen, erreichen oder glauben. Weil diese Versprechen genau unsere Sehnsüchte treffen, merken wir manchmal erst spät, wie sehr wir unsere Entscheidungen danach ausrichten und welchen Preis wir dafür bezahlen.

Die Schlange flüstert dir nichts von Besitz, sondern
von dem Gefühl, das du dir davon erhoffst.

Die Inspiration

Was, wenn das Paradies selbst nur ein Versprechen ist?

Als ich nach der Arbeit heimkam, stand das Paket schon da. Beim Anblick zog eine helle Wärme durch meine Brust. Die Vorfreude war riesig. Wochenlang hatte ich Bilder angeschaut. Ich stellte mir vor, wie es mit diesem Ding wäre. Wenn ich es endlich hätte. Diese Vorstellung hatte einen eigenen Geschmack bekommen. Süss und glänzend wie ein Versprechen, das immer näher rückte.

Ich trug das Paket ins Wohnzimmer und öffnete es langsam. Das Rascheln der Verpackung klang heller als der ganze Raum. Meine Hände wurden unruhig. Mein Atem ging schneller. Für einen Moment war das lang ersehnte Gefühl da.

Ein kleines, warmes: Endlich.

Ich nahm das Ding und betrachtete es von allen Seiten. Seine Oberfläche fühlte sich glatt und neu an. In mir wurde es für einen Moment ruhig. Es war eine weiche Ruhe. Sie legte sich vom Bauch bis in die Schultern. Ich dachte: Das war es wert.

Zwei Tage später sass ich wieder auf dem Sofa. Neben mir lag genau das, was ich unbedingt haben wollte. Es war noch immer dasselbe Ding.

Aber dieses helle Endlich war leiser geworden.

Mein Handy lag in meiner Hand. Das kalte Licht des Bildschirms lag auf meinen Fingern. Ich scrollte durch einen Onlineshop und entdeckte etwas Neues. Auch schön. Vielleicht sogar noch schöner. Ich speicherte es ab. Dann hielt ich kurz inne. Mein Finger blieb über dem Bildschirm stehen.

Für einen Moment bekam die Stille etwas Bitteres.

Nicht, weil Wünschen falsch ist. Wünsche dürfen da sein. Schönes darf Freude machen. Mich traf etwas anderes. Mein warmes Endlich war schon wieder einem unruhigen Danach gewichen. Schon wieder dachte ich: Was kommt als Nächstes?

Willst du wirklich dieses Ding? Oder den Zustand, den du damit verbindest?

Dieser Gedanke fühlte sich zunächst unangenehm an. Kalt und kantig. Als würde etwas gegen meine bisherige Vorstellung drücken. Diese Versprechen schreien nicht immer. Manchmal flüstern sie. Warm, glänzend und süss. Gerade deshalb treffen sie unsere Sehnsüchte so genau. Und manchmal merkst du es erst später. Wie sehr du Entscheidungen nach diesem Flüstern ausrichtest.

Du kaufst nicht nur die Uhr. Du kaufst die Vorstellung von Erfolg. Diese Vorstellung legt sich glatt und kühl um mein Handgelenk. Du buchst nicht nur die Reise. Du kaufst die Hoffnung auf Freiheit. 

Schon der Gedanke daran schmeckt nach weiter Luft.

Vielleicht musste ich lernen, zwischen Wunsch und Versprechen zu unterscheiden. Als ich das verstand, wurde nichts plötzlich bedeutungslos. Das Ding neben mir wurde nicht schlechter. Aber etwas in mir löste sich. Der Druck unter meinen Rippen wurde weicher. Mein Atem ging tiefer. Die Zukunft zog nicht mehr so laut an mir vorbei. Es war eine ruhige Wärme, keine Euphorie. Kein grosses Endlich. Eher das Gefühl, für einen Moment nicht weiterlaufen zu müssen.

Vielleicht lag das Problem nie darin, dass ich zu viel wollte. Vielleicht war es das Versprechen hinter jedem neuen Ding. Immer wieder flüsterte es mir denselben Satz zu. Wenn du mich hast, fehlt dir nichts mehr.

Und genau dieses Versprechen hielt nie lange.

Mein Blick musste nicht mehr ständig nach vorn springen. Mein Körper durfte dort bleiben, wo ich gerade war. 

Die Schlange und der Apfel passten für mich zu diesem Konflikt. Der Apfel lockt. Die Schlange verspricht. Beides wirkt begehrenswert. Fast, als hätte das Versprechen selbst einen goldenen Geschmack.

Genau diese Schlange und der Apfel inspirierten mich zum Bild «Der Preis des Mehr».

Du musst nicht aufhören zu wollen, aber du darfst fragen, welches Versprechen hinter deinem Wunsch steckt.

Die Wirkung

Was kaufst du wirklich, wenn du das nächste schöne Ding willst? Glaubst du, dass es dich endlich ans Ziel bringt?

Im Alltag kann dich dieses Werk an viele Situationen erinnern. An den Satz: Wenn du diese Stelle bekommst, bist du zufrieden. An die Hoffnung auf innere Ruhe durch mehr Leistung. An die Vorstellung, erst noch etwas werden zu müssen. Als dürfte dein Leben erst danach richtig beginnen.

Das Bild richtet sich an dich, wenn du viel erreichen möchtest. Gleichzeitig merkst du, wie schnell das Gefühl von Mangel zurückkehrt. Vielleicht fragst du dich, ob du deinem eigenen Wunsch folgst. Oder dem Versprechen eines Zustands, der erst noch kommen soll.

Die Materialien unterstützen diese Aussage. Acrylfarbe bringt Kontraste, Direktheit und sichtbare Spuren ins Bild. Das tiefe Schwarz lässt Rot, Gelb und Weiss deutlicher hervortreten. Dadurch bekommt das Motiv eine fast plakative Präsenz. Ölfarbe verleiht hauptsächlich dem Apfel eine dichtere, sinnlichere Wirkung. Seine Oberfläche wirkt verführerisch und lebendig. Das verstärkt die Anziehung des Motivs.

Die Strukturpaste baut Sockel, Schlange und einzelne Partien reliefartig auf. So entstehen Erhebungen und Vertiefungen. Darin sammeln sich Licht und Schatten. Die Oberfläche bekommt Körper und Spannung.

Du merkst oft erst am Preisschild, dass dir das Paradies mehr verspricht, als du eigentlich gesucht hast.

Die Lupe

Schau dir das Preisschild noch einmal an. Lass «WELCOME TO PARADISE» auf dich wirken.

Genau dieses Schild verschärft die Aussage. Es funktioniert fast wie Werbung. Angeboten wird mehr als nur der Apfel. Ein zukünftiger Zustand. Ein besseres Leben. Ein besseres Ich. Ein Gefühl von Ankommen. Damit berührt das Werk etwas aus deinem heutigen Alltag.

Du kaufst oft nicht nur eine Sache. Du kaufst die Hoffnung, dass danach etwas in dir ruhiger wird.

Im Raum wird «Der Preis des Mehr» zum täglichen Symbol. Es verurteilt deine Wünsche nicht. Es stellt dir eine offene Frage: Willst du wirklich dieses Ding? Oder den Zustand, den du damit verbindest?

Das Werk gibt dir darauf keine fertige Antwort. Aber es erinnert dich daran, dass dein Leben bereits stattfindet. Du musst nicht warten, bis das nächste Versprechen eingelöst ist.

Was glänzt, kann zerfliessen. Was Freiheit verspricht, kann dich binden. Was nach Paradies aussieht, kann dich immer weiter davon entfernen, im eigenen Leben anzukommen.

Vielleicht willst du nicht mehr besitzen, sondern endlich das Gefühl erreichen, das du dir davon versprichst.

Nur drei Schritte

zu deinem Kunstwerk

#1 – Unverbindliche Anfrage: Mit nur einem Klick kannst du mir zeigen, dass du Interesse an deinem Wunsch-Kunstwerk hast. Der erste Schritt ist getan!

#2 – Individuelle Beratung: Ich melde mich direkt bei dir, und wir überlegen gemeinsam, wie dein Kunstwerk am besten in deinem Zuhause wirken kann. Dabei kläre ich gerne all deine Fragen.

#3 – Professionelle Abwicklung: Sobald du dich entschieden hast, mache ich alles bereit: Dein Kunstwerk wird sicher in einer Holzkiste verpackt und innerhalb von 8 Werktagen verschickt.

Häufig gestellte

Fragen

Nicht jeder Wunsch führt ins Paradies, manche halten nur die Sehnsucht nach dem nächsten Apfel am Leben.

Das Kunstwerk im Überblick

Wir begegnen jeden Tag Dingen, die uns versprechen, dass unser Leben besser, sicherer oder bedeutungsvoller wird, wenn wir nur genug davon besitzen, erreichen oder glauben. Weil diese Versprechen genau unsere Sehnsüchte treffen, merken wir manchmal erst spät, wie sehr wir unsere Entscheidungen danach ausrichten und welchen Preis wir dafür bezahlen.

2026 • Der Preis des Mehr • Acrylfarbe, Ölfarbe, Strukturpaste und Blattgold auf Leinwand • 140 × 100 cm

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