Einzelwerk
Der sichere Hafen
2026 • Der sichere Hafen • Acryl, Strukturpaste und Blattgold auf Leinwand • 136 × 78 cm
Das Papierboot weiss etwas, das das eingeschlossene Steuerrad vergessen hat: Bewegung benötigt Verletzlichkeit. Wer aufs Wasser geht, kann nass werden. Wer eine Entscheidung trifft, verliert andere Möglichkeiten. Wer Nein sagt, kann jemanden enttäuschen. Wer seinen eigenen Weg beginnt, kann sich irren.
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Die verwendeten Materialien verstärken diese Aussage körperlich. Die Acrylfarbe schafft die starken Gegensätze zwischen dem tiefen Schwarz, dem leuchtenden Gelb, den roten Akzenten und dem hellen Papierschiff. Sichtbare Pinselspuren und unregelmässige Farbkanten geben dem Bild Direktheit und Bewegung.
Die Strukturpaste baut einzelne Bereiche reliefartig auf. Das Steuerrad, der Sockel und die bewegte Fläche am unteren Bildrand erhalten dadurch eine raue, greifbare Oberfläche. Licht bleibt an den Erhöhungen hängen, während sich Schatten in den Vertiefungen sammeln. Die Oberfläche wirkt nicht vollkommen kontrolliert – und steht damit im bewussten Gegensatz zur Idee absoluter Sicherheit.
Das Blattgold verleiht dem Steuerrad und den goldenen Bereichen eine besondere Wertigkeit. Je nach Lichteinfall verändert sich sein Glanz. Gerade darin entsteht eine zusätzliche Spannung: Das Steuerrad erscheint kostbar und bewahrenswert. Doch etwas kann so kostbar behandelt werden, dass man sich nicht mehr traut, es tatsächlich zu benutzen.
Du musst nicht erst ganz sicher sein, bevor du losgehst. Manches wird erst klar, wenn du dich bewegst.
Die Inspiration
Fehlt es dir manchmal auch an Richtung?
Der Sonntagabend gab mir meine Richtung.
Am Sonntagabend sass ich auf dem Sofa. In der Wohnung hing noch der scharfe, helle Geruch des Putzmittels. Die nächste Woche war geplant. Auf meiner To-do-Liste standen Termine, Einkäufe, Wäsche, Arbeit. Alles hatte seinen Platz. Alles lag ordentlich und still vor mir.
Von aussen gab es keinen offensichtlichen Grund, unzufrieden zu sein. Und trotzdem blieb diese leise Unruhe. Ein Ziehen in der Brust. Eine dumpfe Bewegung unter der Haut, die keinen Namen brauchte. Das Gefühl, dass mir nicht noch mehr Ordnung fehlte, sondern Richtung.
Ich nahm das Handy in die linke Hand. Das Display warf mir sein kaltes Licht ins Gesicht. Ich legte es wieder weg. Stand auf und ging in die Küche. Dort öffnete ich den Kühlschrank, ohne Hunger zu haben. Das weisse Licht darin war kühl und beinahe geschmacklos. Ich stand davor und suchte nach etwas, obwohl ich längst wusste, dass es dort nicht lag.
An diesem Sonntag war ich eher wie ein schönes Steuerrad unter Glas. Sicher und unbeschädigt. Geschützt vor Staub, Regen und falschen Händen. Umgeben von einer glatten, lautlosen Sicherheit, die sich sauber anfühlte und gleichzeitig eng wurde.
Es fehlte mir nicht an Ordnung.
Es fehlte mir an Richtung.
Dieser Moment überforderte mich. Das Sofa wurde zu meinem Papierschiff. Ich blieb auf dem Sofa sitzen. Diese Unruhe herrschte wie ein Sturm in mir. Dieser sass wie ein leises Kratzen hinter meinen Rippen. Doch langsam veränderte er sich. Er fühlte sich nicht mehr nur wie ein Problem an. Eher wie ein Hinweis. Wie ein warmer Druck, der in eine bestimmte Richtung zog.
Ich sah auf einmal, wie lange ich mein eigenes Steuerrad geschützt hatte, anstatt es in die Hand zu nehmen.
Ich sah in diesem Moment, dass ich oft auf absolute Sicherheit gewartet hatte, obwohl ich mich eigentlich nach Richtung sehnte. Diese Sicht hatte einen bitteren Geschmack. Sie tat weh. Gleichzeitig wurde mein Atem tiefer und das Ziehen in meiner Brust verlor langsam seine Schärfe.
Und genau dort verstand ich:
Ich muss nicht erst ganz sicher sein, bevor ich losgehe. Manche Antworten entstehen nicht im Stillstand. Manches wird erst sichtbar, wenn ich mich bewege.
Das Bild «Der sichere Hafen» handelt genau von diesem Widerspruch: von dem Wunsch nach Bewegung und dem gleichzeitigen Bedürfnis, nichts zu riskieren.
Darin liegt der zentrale Widerspruch des Bildes: Was nützt dir dein Steuerrad, wenn du es nie selbst in die Hand nimmst?
Die Wirkung
Was nützt dir ein Steuerrad, wenn du es nie benutzt?
Was wäre dein echter erster Schritt?
Nicht der perfekte Schritt. Nicht die Entscheidung für dein gesamtes Leben. Nur ein Schritt, der dich aus dem Stillstand bringt.
Das Bild zeigt dir, dass du das Papierschiff sein kannst. Du kannst schwach sein. Du kannst einfach sein. Vielleicht musst du nicht für grosse Stürme gemacht sein. Das Papierschiff bringt dich nah ans Wasser. Damit du näher an der Bewegung bist. Näher am Leben.
Die verwendeten Materialien verstärken die Aussage des Werkes körperlich. Die Acrylfarbe schafft starke Gegensätze zwischen tiefem Schwarz, leuchtendem Gelb, roten Akzenten und dem hellen Papierschiff. Sichtbare Pinselspuren und unregelmässige Farbkanten bringen Direktheit und Bewegung in das Bild. Die Strukturpaste baut einzelne Bereiche reliefartig auf. Dadurch erhalten das Steuerrad, der Sockel und die bewegte Fläche am unteren Bildrand eine raue, greifbare Oberfläche. Licht bleibt an den Erhöhungen hängen, während sich Schatten in den Vertiefungen sammeln. Die Oberfläche wirkt nicht vollkommen kontrolliert und steht damit im Gegensatz zur Idee absoluter Sicherheit. Das Blattgold verleiht den goldenen Bereichen besondere Wertigkeit. Je nach Lichteinfall verändert sich sein Glanz.
«Du musst nicht erst ganz sicher sein, bevor du losgehst. Manches wird erst klar, wenn du dich bewegst.»
Du brauchst keinen perfekten Schritt und keine Entscheidung für dein gesamtes Leben. Nur einen Schritt, der dich aus dem Stillstand bringt.
Die Lupe
Du nimmst dir noch einmal Zeit und betrachtest das Motiv.
Lass deine Augen über die Erhöhungen und Vertiefungen im Motiv wandern.
Dann macht dir das Motiv verständlich:
Ein Steuerrad ist dafür gemacht, benutzt zu werden. Es soll dir Richtung geben und auf Bewegung reagieren. Es soll ein Schiff durch unbekanntes Wasser führen. Hier aber steht es geschützt und erhöht. Sicher vor Beschädigung und trotzdem ohne wirkliche Aufgabe.
Das kleine Papierboot verschärft diesen Gegensatz.
Es ist verletzlich und fast lächerlich klein. Besonders neben dem mächtigen Steuerrad wirkt es zerbrechlich. Und trotzdem ist dieses fragile Boot bereit. Es setzt sich dem Wasser aus. Es besitzt weniger Sicherheit, aber dafür mehr Möglichkeiten.
Im Raum wird das Bild «Der sichere Hafen» zu deinem täglichen Symbol.
Es zeigt dir den Unterschied zwischen Stillstand und Bewegung. Es fordert von dir keine grossen Sprünge. Es gibt dir auch keine fertige Antwort. Es erinnert dich nur an etwas Entscheidendes.
Richtung entsteht nicht immer vor deinem Aufbruch.
Manchmal entsteht sie erst, während du losfährst.
Deine Sicherheit soll dich begleiten, aber nicht dein Leben ersetzen. Sie soll dich stützen, nicht festhalten. Sie soll dir helfen, deine Richtung einzuschlagen, statt dich am Losfahren zu hindern.
Nur drei Schritte
zu deinem Kunstwerk
#1 – Unverbindliche Anfrage: Mit nur einem Klick kannst du mir zeigen, dass du Interesse an deinem Wunsch-Kunstwerk hast. Der erste Schritt ist getan!
#2 – Individuelle Beratung: Ich melde mich direkt bei dir, und wir überlegen gemeinsam, wie dein Kunstwerk am besten in deinem Zuhause wirken kann. Dabei kläre ich gerne all deine Fragen.
#3 – Professionelle Abwicklung: Sobald du dich entschieden hast, mache ich alles bereit: Dein Kunstwerk wird sicher in einer Holzkiste verpackt und innerhalb von 8 Werktagen verschickt.
Häufig gestellte
Fragen
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Hast du ein Kunstwerk entdeckt, das dein Herz höher schlagen lässt? Möchtest du wissen, wie du es dein Eigen nennen kannst? Kontaktiere mich einfach über das Kontaktformular auf meiner Website oder per E-Mail, und wir klären alle Details wie Preis und Lieferung.
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Interessierst du dich für ein massgeschneidertes Kunstwerk, das genau deinen Vorstellungen entspricht? Lass es mich wissen, und wir können gemeinsam deine Idee in ein einzigartiges Kunstwerk verwandeln.
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Bist du neugierig, wie dein Kunstwerk sicher bei dir ankommt? Jedes Kunstwerk wird sorgfältig verpackt, um es vor Beschädigungen während des Transports zu schützen. Die Versandkosten variieren je nach Größe und Zielort und sind normalerweise nicht im Preis des Kunstwerks enthalten.
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Vielleicht brauchst du nicht noch mehr Kontrolle.
Vielleicht brauchst du den Mut, das Steuerrad endlich aus der Vitrine zu nehmen.
Das Kunstwerk im Überblick
Das Papierboot weiss etwas, das das eingeschlossene Steuerrad vergessen hat: Bewegung benötigt Verletzlichkeit. Wer aufs Wasser geht, kann nass werden. Wer eine Entscheidung trifft, verliert andere Möglichkeiten. Wer Nein sagt, kann jemanden enttäuschen. Wer seinen eigenen Weg beginnt, kann sich irren.
2026 • Der sichere Hafen • Acryl, Strukturpaste und Blattgold auf Leinwand • 136 × 78 cm
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Die Strukturpaste baut einzelne Bereiche reliefartig auf. Das Steuerrad, der Sockel und die bewegte Fläche am unteren Bildrand erhalten dadurch eine raue, greifbare Oberfläche. Licht bleibt an den Erhöhungen hängen, während sich Schatten in den Vertiefungen sammeln. Die Oberfläche wirkt nicht vollkommen kontrolliert – und steht damit im bewussten Gegensatz zur Idee absoluter Sicherheit.
Das Blattgold verleiht dem Steuerrad und den goldenen Bereichen eine besondere Wertigkeit. Je nach Lichteinfall verändert sich sein Glanz. Gerade darin entsteht eine zusätzliche Spannung: Das Steuerrad erscheint kostbar und bewahrenswert. Doch etwas kann so kostbar behandelt werden, dass man sich nicht mehr traut, es tatsächlich zu benutzen.